Jeder stirbt für sich allein

20/05/2013

»Die meisten Menschen haben heute Angst, eigentlich alle, weil Sie alle irgendwo irgendetwas Verbotenes tun und immer fürchten, jemand weiß davon.«1

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»Jeder stirbt für sich allein« ist ein Roman »über die illegale Tätigkeit eines Berliner Arbeiter-Ehepaares während der Jahre 1940 bis 1942.«2 Das Buch schrieb Rudolf Ditzen alias Hans Fallada 1946, kurz vor seinem Tode, angesichts einer ihm von Johannes R. Becher gegebenen Gestapo-Akte, die Informationen zu dem Schicksal des Berliner Ehepaares Otto und Elise Hampel enthielt.

  • Die Hampels wurden aufgrund Widerstand gegen die NS-Partei gefangen und 1943 hingerichtet.
  • Laut einer von ihnen in der Hauptstadt verteilten Anti-Nazi-Postkarte: »Der Hitlerismus vernichtet die Grundsätze aller Menschen Rechte!«3

Dieses Exemplar eines Buches zum deutschen Widerstand steht direkt neben meine Kopie von Jan Karskis »Mein Bericht an die Welt« (1944),4 was ich kurz nach einem Besuch in Oświęcim i Brzezinka beschaffte.5

Um eingesehen zu werden braucht es Zeit, – mir schwirren schon hunderte von Gedanken im Kopf herum, -tiefe Gedanken, daran ich nachhänge und versuche, völlig verwirrt, in mehreren Schriften abzufassen.

Dies soll die Hinführung sein. Mich interessiert es im Voraus, ob einige von euch entweder »Jeder stirbt für sich allein« oder andere Werke von Hans Fallada schon gelesen habt, und, wenn ja, was für einen Eindrick dies auf euch machte.

Bezeichnungen:

1 Aus der ungekürtzten Neuausgabe von Hans Falladas »Jeder stirbt für sich allein,« 3. Kapitel: Ein Mann namens Barkhausen, pp. 28. ISBN 978-3-7466-2811-0.

2 Ibid., 5Anmerkung des Autors, geschrieben in Berlin am 26. Oktober 1946.

3 Bild der erwählten Postkarte:

http://www.was-konnten-sie-tun.de/uploads/

tx_iobio/hampel_postkarte_5758_11_01.pdf

via http://www.was-konnten-sie-tun.de.

4 »Story of a Secret State« beschreibt Instanzen des polnischen Widerstandes. Ich habe mir die 2010 von Ursel Schäfer und Franka Reinhart ins Deutsch übersetzte Ausgabe des Textes. ISBN 978-3-518-46367-3.

Respektive Auschwitz I und Auschwitz II-Birkenau.

Quelle des Bildes: http://www.ndr.de/kultur/

literatur/buchtipps/nbjederstirbt101.html.

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