“Rise Like a Phoenix”
Gesungen von Conchita Wurst
Komp. von Charly Mason, Ali Zuckowski, Julian Maas & Joey Patulka
Übers. ins Deutsche von Maria Athena
Übersetzung korrigiert von Michael B. und Julia B.

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Disclaimer: Das Lied gehört mir nicht und ich bekomme kein Geld dafür. Diese Übersetzung habe ich einfach als Fan gemacht, vor allem aus Lust, aber auch weil ich die deutschsprachige Fans von Conchita Wurst eine komprehensive Übersetzung des Liedes geben wollte, was ich bisher Online nicht gesehen habe.

Songtexte:

Wir wachen auf in Trümmern
Und laufen über Glas
Die Nachbarn sagen, wir spinnen
Doch wir sind weit von ihnen entfernt

Ich wende meinen Blick von dem Spiegel ab
Ne, das bin ich nicht
Wer dieser Mensch da vor mir ist
weiß ich selbst noch nicht

Denn du würdest mich heute nicht kennen
Ich fliege ab ins gedämpfte Licht

[Refrain]
Ersteh auf wie ein Phönix
Komm aus der Asche heraus
Lieber nach Gerechtigkeit verlangend
als nach Rache
Du wurdest gewarnt
Nach meiner Verwandlung
Werde ich wieder geboren
Du wirst sehen, ich werde auferstehen wie ein Phönix
Aber du zündest mich an

Leb dein tägliches Leben
Tue, als tätest du dir keinen Zwang an
Niemand hat es kommen sehen
Was du mir getan hast

Denn du würdest mich heute nicht kennen
Und du musst mich sehen, um’s zu glauben
Ich fliege ab ins gedämpfte Licht

[Refrain]

Ich flieg bis in den Himmel
Du hast mich zum letzten Mal untergekriegt
Ich werde fliegen

[Refrain]

Anmerkungen der Übersetzerin [Ich entschuldige mich für jede Fehler – Bitte macht euch keine Mühe, den folgenden Text zu korrigieren]

Ich hätte “Rise like a Phoenix” Wort für Wort ins Deutsche übersetzen können, insofern diese Aufgabe natürlich mit leichtem Gebrauch von Synonymen gemacht werden muss. Da dieses Lied natürlich ihre eigenen Rhythmik hat, und sowohl auch da ich es zum Singen vorbereiten wollte, fand ich diese Methode etwas inadäquat. Deswegen habe ich lieber versucht, die emotionale Tiefe des Liedes, mindestens wie ich sie verstanden habe, klar auszudrücken, ohne die allgemeine künstleriche Aussage zu ändern; und ich hoffe, das hat sich bei der Übersetzung auch deutlich gezeigt. Weil die Poesie des Englischen in der Übersetzung, wie bei jeder Übersetzung, etwas verloren geht, habe ich auch, wenn zutreffend, einige kleinen rhetorischen Strategien miteinbezogen, um dies etwas auszugleichen.

Mit Bezug auf die Künstlerin Conchita Wurst und ihre eigenen Statements über die Geschlechtsidentität wird in dieser Übersetzung so oft wie möglich eine geschlechtsneutrale Sprache gebraucht. Während dieser Anmerkungen werde ich aber die Ich-Erzählerin des Songs, hier auch einfach die Sängerin genannt, mit weiblichen Pronomen referenzieren. Wer sich für Conchitas Interviews über Geschlechtsidentität und Selbstsein im Allgemeinen interessiert, kann mir eine PN schicken, um verlinkt zu werden.

“Wer dieser Mensch da vor mir ist/Weiß ich selbst noch nicht”
Diese Zeile habe ich mehrmals umformuliert. Weil die deutsche Sprache eine geschlechtsspezifische Sprache ist, wie ihr schon wisst, merkt man, dass auch der Begriff “Mensch,” im Sinne von “Human,” eine männliche Deklination erfordert, währenddessen “Person” eine weibliche nimmt. “Wesen” und “Individuum” fand ich keineswegs besser als einfach “Wer vor mir steht” oder “Wer da vor mir ist” zu sagen; die letzten zwei Optionen fand ich zu kurz zu nutzen.

“Ersteh auf wie ein Phönix/Komm aus der Asche heraus”
Am Anfang des Refrains wird statt des Indikativ die Befehlsform benutzt. Erst versuchte ich es mit dem Indikativ wie folgendes: “Ich werde auferstehen wie ein Phönix”; aber mir wurde klar, dass diese zehnsiblige Zeile dann nicht gut zu ihrem zugeteilten Platz passen würde. Der Befehlsform wählte ich im Endeffekt, umso dass die Sängerin zur gleichen Zeit scheint, den Mut in sich selbst sowohl auch in ihren Zuhörer zu erwecken, davon abhängig wie man die Zeile selbst versteht.

“Lieber nach Gerechtigkeit verlangend/Als nach Rache”
“Ich suche lieber nach Gerechtigkeit/Als nach Rache” kam gleich an zweiter Stelle, was genau so wie bei “Seeking rather than vengeance/Retribution” und der obigen Übersetzungszeile Enjambement enthält. Hier geht es aber hauptsächlich um die Wortwahl. Im Original steht “Retribution,” wofür “Punishment,” bzw. Strafe, ein Synonym sein kann, in Kontrast zu “Vengeance.” Als englische Muttersprachlerin verstehe ich “Retribution” wie folgendes: “something administered or exacted in recompense” (The Mirriam-Webster Dictionary, 2004 ed., ISBN 978-0-87779-930-6). In diesem Sinne halte ich “Retribution” sogar auch “Recompense” für neutrale Begriffe, währenddessen bei “Vengeance,” bzw. Rache, eine etwas negative Implikation rüberkommt. (Der letzte Satz hindeutet auf die Konnotationen dieser Lexeme, die wegen ihrer Gebrauchskontexte im Lied auftauchen. Ich will nicht damit sagen, dass Wörter eine inhärente Bedeutung haben.) “Gerechtigkeit” fand ich eher neutraler als “Strafe”; auch scheint dieses Wort meiner Meinung nach mit ähnlichen starken Gefühle wie beim Englischen “Retribution” erfüllt zu sein. Den Begriff “Vergeltung,” wie mir die Korrektoren vorschlugen, hatte ich übrigens nicht gekannt, als ich den Text erst übersetzte; auch nach Gebrauch von mehreren Wörterbücher wurde mir der Unterschied zwischen “Vergeltung” und “Rache” nicht klar. Ich stehe sowohl aufgrund dessen bei “Gerechtigkeit” als auch aufgrund der oben erwähnten “Neutralität” des Wortes.

Tue, als tätest du dich keinen Zwang an
Den Ausdruck “Sich keinen Zwang antun,” wenn auch etwas lang, fand ich mehr poetisch als Varianten des Satzes “Tue, als wärest du frei,” um die Zurückgehaltenheit, bzw. die Verdrängung des Akkusativobjektes darzustellen, egal ob dieses Akkusitivobjekt die Sängerin selbst oder die Zuhörer sein soll [Seh die Notiz zur Befehlsform unter “Ersteh auf wie ein Phönix/Komm aus der Asche heraus].

Wie ihr seht, nehme ich meine Übersetzungsarbeit sehr ernst. Wenn es noch Fragen zu der Übersetzung gibt, könnt ihr sie einfach unten in den Kommentaren stellen.

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So the other day I’m sitting with a bunch of students outside the Studentenwohnheim, chilling atop a blanket and enjoying some nice weather. Thinking I’d have a chance to read and do some writing – the others were planning on sunbathing so I figured it’d be quiet enough for me to work uninterrupted – I’d hauled out several notepads: two for brainstorming, one for outlining essays, two books: An Introduction to Psycholinguistics and A Short History of Time and a shit ton of pens, highlighters and notecards.

Now the presence of the books was in no way obnoxious. In actuality: I barely got a chance to get started before we all got to talking and I would go on to sit with a pile of stationary, non-boisterous work at my side for a good few hours before tiring of brushing away spiders and ants and taking everything back inside.

People who know me know of my obsessions with certain disciplines – scientific, academic or otherwise – most of which are lifelong obsessions. One could argue that the most visible manifestation of my neurotic obsessions, apart from a clear biased tendency to speak more than is commonly acceptable on the same non-standard topics in general non-academic conversation on that topic, is that I hoard a number of books, films and other mediums of information on said discipline.

My interest in theories of the universe, time and space first developed when I was twelve and visited NASA for the first time, where I witnessed a space shuttle launch and met an astronaut. It is perhaps important to note that it was at this time that I was heavily involved in the sciences and was seriously considering studying the natural sciences and pursuing a career in either marine biology or physical cosmology, which I ended up opting against for the humanities as my career interests altered. Although I would not claim to be an expert, I still follow NASAs online networking sites and avidly read up on space news, but would, as it were, only consider cosmology to be a casual obsession of mine.

That I was reading — well, I wasn’t physically reading at that time, as I mentioned I didn’t end up getting the opportunity to — better said: that I was assumedly in the process of reading Stephen Hawking’s A Short History of Time in German was met with heavy skepticism by one of our ten person group — who I will not describe here for sake of politeness — who then, after flipping through the book a bit — apparently skimming past my notes and failing to notice the hand-written, self-reflective essay titled Das Universum dehnt sich aus lying atop my pile of work, proceeded to announce to the group that they didn’t think I was actually reading it.

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Now that’s a statement.

In der Psycholinguistik, bzw. “die Wissenschaft von Bildungsrepräsentationen und Denkvorgänge, die sich mit der Sprachverwendung befassen” (Warren) lernt man, dass es “nur zwei mögliche Methoden gibt, dadurch man Syntaxregeln lernen kann: die Regeln können einem erklärt werden, Explikation, oder man kann sie selbst herausfinden, Induktion” (Steinberg & Sciarini).

Man kann versuchen, die Grammatikregeln einer Zielsprache auf drei verschiedene Weise zu erklären:

  1. Mittels der Muttersprache
  2. Mittels der Zielsprache
  3. Oder mittels einer Fremdsprache, die nicht die Zielsprache ist (hier Nicht-Zielsprache genannt)

Die Frage ist, aber, ob es eine gute Idee ist, sich selbst eine neue Zielsprache beizubringen unter Nutzung fremdsprachiger Lehrmitteln.

Dazu gibt es einige Vor- und Nachteile:

Vorteile:

  • Brücken werden zwischen Sprachen geschlagen, dadurch, dass man interdisziplinär lernt
  • Man verbessert konsequent seine Beherrschung der Nicht-Zielsprache
  • Die Zahl von verwendbaren Lehr- und Lernmitteln vergrößert sich
  • Lernen mittels neuerer Lehrmethoden wird unterstützt

Nachteile:

  • Man muss schon eine ziemlich gute Kenntnis der Nicht-Zielsprache haben, um sich mittels deren eine neue Zielsprache beizubringen
  • Eine Zielsprache kann nicht mittels einer einzelnen Methoden gelernt werden
  • Ohne Grundkenntnis der Linguistik zu haben könnten die Regeln der Zielsprache schwer zu verstehen sein, weil sie im Zusammenhang mit den Regeln der Nicht-Zielsprache expliziert sind

Im Endeffekt muss man selbst herausfinden, was für Lehrmethoden ihm am besten hilft.

Jetzt würde ich euch gern fragen, was ihre Zielsprache ist und was ihr über das Lernen einer Zielsprache mittels fremdsprachiger Lehrmitteln denkt.

Zitate im Original:

“Psycholinguistics can be defined as the study of the mental representations and processes involved in language use […].” -Introducing Psycholinguistics by Paul Warren, 4. ISBN 978-0-521-13056-1

“Essentially, there are only two processes by which one can learn the syntax of a second language: someone can explain rules to you, explication, or you can figure them out for yourself, induction.” -An Introduction to Psycholinguistics, Ed. 2. by Danny D. Steinberg and Natalia V. Sciarini, 124. ISBN 0-582-50575-5

Englischsprachige Infos zu diesem Thema findet man hier auf meinem YT-Kanal: http://www.youtube.com/watch?v=tF4GD4qeRls.

This is an English summary of the Q&A video I posted to Youtube on 07.06.13 (http://www.youtube.com/watch?v=vu23U2rVCVA&feature=youtu.be). I will try to include English subtitles in my future German videos; however, I am, at the present time, only able to provide general video summaries here at my blog due to time constraints.

I promised that I’d start making Q&A videos once a month. A promise’s a promise. The first Friday of every month will be Q&A Friday on my channel. Any questions you might have for me can be sent to me via any of my social networking sites.

Now it’s question time.

Which German city has been your favorite to visit and why?

I’m going to have to say Dresden. Don’t get me wrong – I love Berlin and Hamburg, but those are cities that I see as places to live in, rather than visit. Dresden I only visited for one day, but had the opportunity to see a ton of sights. Usually I don’t have that much time to sightsee when I’m in a new city, but in Dresden I got a fair tour of the Altstadt. I particularly enjoyed the Frauenkirche (which I accidentally called the Marienkirche in the video).

What are the most common mistakes in regards to pronunciation and/or grammar that native German-speakers tend to make in English?

German-speakers often mix up the letters w and v, saying, often, wideo or willage – better yet: willach – instead of video or village. The letter g is another point of difficulty; in the word managing, as in village, the g is often mispronounced as the Cyrillic letter Che, i.e. Ч or ch. The sound is so dissonant I wouldn’t be surprised if whispering “I study manaching” to someone would result in ear bleeding. Grammatically speaking: German-speakers tend to have difficulty when it comes to properly using gerunds and the progressive tense; they often say “I sit here and film a video” rather than “I am sitting here filming a video,” despite that the present continuous action denotes use of the progressive.

What do you miss the most about America when you are in Germany and vice versa?

When I’m in the States I miss Germany and everything about her. I miss simply being able to ride the Straßenbahn and travel here and there by bus. I miss being able to speak the language on a daily basis with people who have similar interests in German media. I miss the culture. Returning to the US is a greater culture shock to me than going to Germany, and it’s been this way for the past several years. When I’m in Germany I miss my dog and I miss being able to sing as loud as I want.

Do you have a favorite German accent or dialect?

Berlinerish. It’s simply awesome.

How many hours per day did you use to dedicate towards your independent studies of the German language?

According to my mother I would obsessively learn German starting the moment I came home from school and would spend hours doing something – anything – that had to do with learning German. Needless to say: I spent a lot of time doing my independent studies.

Which books would you recommend for people who are already fluent in English but would nevertheless like to increase their vocabulary?

As a student of English many titles come to mind. I would definitely recommend the works of James Joyce and William Faulkner. There’s so many names I could mention, but I’d rather go into that at some other time. Individual books with elevated vocabulary that I’d specifically recommend are Jane Eyre, Frankenstein, The Faerie Queen by Edmund Spenser and Paradise Lost.

Do you already know which country or region you’ll travel to next?

Yes, and I couldn’t be more excited. My family is coming to visit at the end of the month. We’ll be driving to northern Italy, Austria, Lichtenstein and France. I believe we’ll also visit Munich, in which case I’ll finally be able to say I’ve been to Bavaria.

There comes a point when you have to say something about it – whatever it may be. I’ve been fretting over one it in particular for the past several months: trying to determine how best to request that people kindly, to quote the words of one Jenna Marbles: Pipe the fuck down – and stop correcting my German.

It’s all about modesty, you see. I believe one can only be modest up unto a certain point.

I’m not naive when it comes to my level of German, I just try not to get punched in the face by talking about it. It’s advanced for the amount of time I’ve spent learning. Great.

However, despite repeatedly coming to Germany over the span of four years and having listened time and time again to the yo German is ridiculous loop as it – without fail – plays out in every conversation with every new acquaintance I’ve ever made – this is not an exaggeration, and really, it’s beginning to get quite old – and knowing full well the extent of my own knowledge of the German language, it still feels like I’m stamping my forehead with ARROGANT when I say, please cut it with the crap.

Which I really shouldn’t, because in Germany speaking bluntly doesn’t require a justification or an apology from the speaker for having had to make such a blunt statement.

So screw it. Stop correcting me. Why? Because it feels to me – and here I’m talking specifically about my presence on Youtube – like I’m always being graded. Now, there’s one thing about grading the quality of a video and its content, another about grading based on number of syllables incorrectly articulated: this where only 2 mistakes means yo German’s still ridiculous, but 2 whole mistakes means yo German’s getting worse man.

So to put it bluntly: I will not under the guise of false modesty, allow myself to be subjected to ill-proposed “suggestions for improvement” which would, were I to heed such nonsense, render me a German-speaking gynoid circa the era of Bismarck.

Even Doctor Faust had 24 years to get his shit together. I’ve only been learning German for 4.5 years. I have time to improve, but for now I’m pretty content with my level and have enough resources and experience to correct myself. So pipe the fuck down.

Please.

This blog is a summary of the video „Eine bescheidene Bitte“ (German), which I posted to my YT-channel on May 22, 2013: http://www.youtube.com/watch?v=Ggyby7DQW7M.

Hier ist die Übersetzung dieses Videos: http://www.youtube.com/watch?v=YE9Wc2aNEeI. Das Video wird von meiner Schwester Michelle Handy vorbereitet und ist auf meinem YT-Kanal am 24.02.13 zur NEDAweek 2013 hochgeladen. Die Grammatik der Übersetzung muss nicht korrigiert werden. -Maria.

Diät vs. Essstörung

Aus dem Amerikanischen von Maria Athena.

Die Vorstellung, dass Essstörungen einfach “ungesunde” Diäten sind, wird allzu häufig für wahr gehalten. Aber inwiefern kann diese Vorstellung für wahr gehalten werden? Ist es wahrscheinlicher, dass man eine Essstörung entwickelt, wenn man immer wie besessen Diät macht? Muss man erst mal Diäten gemacht haben, um eine Essstörung zu entwickeln?

Betroffene können nicht alle miteinander verglichen werden, um diese Fragen zu antworten. Ich habe bei mehreren Essgestörten, deren Namen in dieser Präsentation verändert worden sind, um ihre Privatsphäre zu schutzen, nach ihren Kämpfen gegen unterschiedliche Essstörungen gefragt. Die Übereinstimmung ist follgendermaßen: Diäten können sich zu einer Essstörung entwickeln, aber nicht immer. Wie Kristina (19): “Hätte ich gewollt, mich zu verhungern, um dünn zu sein, hätte ich mich nie verhungert. Ich bin schon seit immer dünn gewesen.”

Heute beschäftigen wir uns mit den Unterschieden zwischen Diät und Essstörung; im Besonderen konzentrieren wir uns auf die Isolation, Mentalität, Essgewohnheiten und Verhalten, die Essstörungen kennzeichnen.

Wann zieht einen Trennenungsstrich zwischen Diät und Essstörung? Egal ob Anorexia Nervosa, Bulimia Nervosa, EDNOS (Eating Disorder Not Otherwise Specified) oder Binge-Eating-Störung, Essstörungen sind mit großem Zeitaufwand verbunden. Sie haben kein End. Hätte die Auswirkungen der Symptomen sich aufgehört, erst der Betroffene sein Ziel erreicht hätte, dann gäbe es keine Essstörungen. Idealgewicht wiegend kann eine Essstörung nicht verändern, denn eine Essstörung hat paradoxerweise nichts mit Essen oder Gewicht zu tun.

Laut Demi Lovato, abjagend von Bulimia Nervosa, in ihrem Dokumentarfilm “Stay Strong”: “Das ist was bei Essstörungen problematisch ist: man kann nie genug davon haben. Ich meine, man könnte ‘all the weight in the world’ abnehmen, und würde immer noch Krank im Kopf bleiben. Meinetwegen ist es immer eine Obsession des Geistes gewesen.” Essstörungen sind von Diäten zu unterscheiden, denn sie sind durch und durch die Copingstrategie essgestörter Individuen, wenn auch verzerrt.

Rachel (22) erzählte mir über die Kausalität ihrer Bulimie. Erst nach einem “Biggest Loser” Wettbewerb bei der Universität fing Rachel an, sich zu trainieren und auf ihre Diät aufzupassen. Dies hat sich im Laufe der Zeit radikal verändert. Rachel hörte auf, mit Freunden herumzuhängen und vertieft sich in die Störung. Sie war einmal nach dem Abendessen nicht mit einer Freundin ins Kino gegangen, um sich, stattdessen, zu tranieren; ihrer Freundin gab sie die Entschuldigung: “Ich muss es [Training] machen.” Rachel konnte wegen ihrer Gewichtsabnahme und Störung nicht im Alltag wirken, und musste dann in die Behandlung. Sie vertieft sich in die Symptome, bzw. im Kreis von Fressen, Erbrechen und Fasten. Sie konnte nicht mehr im Sozialleben wie normal mitmachen. Laut Rachel: “Es war kein Diät mehr; es wurde zu meiner höchsten Priorität.”

Auch sagte Anne (18), sie würde “alles für die Störung tun.” Jetzt von EDNOS abjagend hatte sie sich ehemals 3 Stunden pro Tag mit Hilfe eines Hula-Hoop-Reifen traniert; sie machte immer weiter, obwohl sie dabei sich die Hüften prellte. So wie Rachael, meinte Anne: “Ich musste es tun.”

Die offensichtlichste Bezeichnung einer Essstörung ist Isolation oder die Distanzierung von Alltagstätigkeiten, um sich in essgestörte Symptome zu vertiefern. Ein Diät wird zur Störung, gemäß Brittney: “Erst wann man das Gefühl hat, dass man seine Verhalten, Aktivitäten, usw. verheimlichen soll.”

Das Verlangen, sich in die Symptomen zu vertiefern, setzt sich über das Verlangen nach Essen hinweg.

Diät haltend kann oft auf gesunde Weise zur Gewichtsabnahme führen. Ein Diäthalter wird aber sein Diät verändern, brächte es seine Gesundheit in Gefahr; Individuen mit Essstörungen würden so was allzuoft nicht machen.

Die Individuen, die ich interviewt habe, egal unter welchen Störung sie leiden, haben alle genau diese Meinung von “Ich musste es machen” beschrieben. Claire (17), abjagend von Anorexia Nervosa, sagte: “Ich habe echt merkwürdige Sachen gemacht. Man fragte: ‘Warum machst du das?’ Und du hast aber keine Antwort. Ich hatte selbst keine Ahnung, warum ich das alles machte: warum ich Milch in die Stiefel goss, warum ich immer Kiwis in die Tasche einsteckte. Ich hatte keine Ahnung, warum ich meine Nährungsergänzungsmittel in den Blumentopf oder in das Abflussrohr goss, warum ich den Unterricht schwänzt, um mich in die Symptome zu vertiefern. Ich habe zu viel Zeit auf meine Störung und deren Lügen verwendet.”

Dies ist der Unterschied zwischen Diät und Essstörung: Das Individuum macht ohne Grund immer weiter. Beth Bollinger schreibt “Hauptsache ist, dass diese Patiennten meinen, sie könnten ihre Welt, bzw. ihr Leben, kontrollieren, erst aber durch Beherrschung der Nahrungsaufnahme (The Gale Encyclopedia of Mental Disorders).

Essstörungen sind Copingstrategien zur Beherrschung des chaotischen Lebens. Die Verhalten und Aktivitäten der Essgestörten scheinen zu den Nicht-Essgestörten oft völlig unlogisch. Claire goss oft Milch in die Steifen, um es nicht trinken zu müssen; auch warf sie Essen aus dem Fenster, um es nicht essen zu müssen. Anne und Kristina gaben zu, sie hätten sich oft die Hände nicht mit Seife waschen lassen, denn sie hätten von nicht existierenden Seifen-Kalorien Angst; sie meinten, die Seife könnte in ihren Haut einsickern, und dass sie davon fett werden würden. Wenn man auf solche Ritualien und Bezeichnungen aufpassen würde, könnte man ofter Essstörungen merken. Essgestörte tun oft, als ob sie essen würden: sie spielen mit dem Essen, zerkleinern das Essen, rennen sofort nach der Mahlzeit zur Toilette oder reden viel (statt Essen) am Tisch.

Essgestörte treiben sich auch oft bis zum Äußersten. Individuen mit Essstörungen sind oft von der Natur aus Perfektionisten und können sich aber wegen der Störung oft nicht mehr vernünftig handeln. Gemäß Marya Hornbacher über die “Extremes” der Essgestörten: “Denk mal daran: Leute mit Essstörungen haben die Tendenz, kompetitiv und intelligent zu sein. Wir sind unglaublich perfektionistisch. Wir glänzen in der Schule, in der Athletik und in künstlerischer Beschäftigungen. Wir haben auch die Tendenz, spontan aufzugeben. Wir weigern uns, in die Schule zu gehen. Wir abbrechen die Schule. Wir kündigen die Arbeit. Wir verlassen unsere Lovers. Wir ziehen uns um. Wir verlieren unser Geld.”

Diäthalter und Essgestörte können glechseitig dünn sein wollen, aber zu den Essgestörten geht es darüber hinaus. Essgestörte müssen immer das Beste sein. Obwohl sie sich aber oft freiwillig anmelden, arbeiten, mitmachen und lernen, würden sie oft alles verlassen, um sich in die Störung zu vertiefern. Anne gab das Schultheatre auf, um ofter Fressen und Erbrechen zu können. Kristina hörte nach 7 Jahren Cheerleading auf, um sich zu verhungern. Danielle wach um 2 Uhr morgens auf, um sich zu tranieren.

Falls du glaubst, dass du oder ein(e) Freund(in) eine Essstörung hast/hat, rede mit jemandem. Wenn du ein Diät machen willst, geh erst zum Arzt hin. Laut des Themas NEDAwareness 2013: “Jeder kennt irgendjemanden.” Pass auf die Symptome auf. Nimm kein Blatt vor den Mund.