“Rise Like a Phoenix”
Gesungen von Conchita Wurst
Komp. von Charly Mason, Ali Zuckowski, Julian Maas & Joey Patulka
Übers. ins Deutsche von Maria Athena
Übersetzung korrigiert von Michael B. und Julia B.

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Disclaimer: Das Lied gehört mir nicht und ich bekomme kein Geld dafür. Diese Übersetzung habe ich einfach als Fan gemacht, vor allem aus Lust, aber auch weil ich die deutschsprachige Fans von Conchita Wurst eine komprehensive Übersetzung des Liedes geben wollte, was ich bisher Online nicht gesehen habe.

Songtexte:

Wir wachen auf in Trümmern
Und laufen über Glas
Die Nachbarn sagen, wir spinnen
Doch wir sind weit von ihnen entfernt

Ich wende meinen Blick von dem Spiegel ab
Ne, das bin ich nicht
Wer dieser Mensch da vor mir ist
weiß ich selbst noch nicht

Denn du würdest mich heute nicht kennen
Ich fliege ab ins gedämpfte Licht

[Refrain]
Ersteh auf wie ein Phönix
Komm aus der Asche heraus
Lieber nach Gerechtigkeit verlangend
als nach Rache
Du wurdest gewarnt
Nach meiner Verwandlung
Werde ich wieder geboren
Du wirst sehen, ich werde auferstehen wie ein Phönix
Aber du zündest mich an

Leb dein tägliches Leben
Tue, als tätest du dir keinen Zwang an
Niemand hat es kommen sehen
Was du mir getan hast

Denn du würdest mich heute nicht kennen
Und du musst mich sehen, um’s zu glauben
Ich fliege ab ins gedämpfte Licht

[Refrain]

Ich flieg bis in den Himmel
Du hast mich zum letzten Mal untergekriegt
Ich werde fliegen

[Refrain]

Anmerkungen der Übersetzerin [Ich entschuldige mich für jede Fehler – Bitte macht euch keine Mühe, den folgenden Text zu korrigieren]

Ich hätte “Rise like a Phoenix” Wort für Wort ins Deutsche übersetzen können, insofern diese Aufgabe natürlich mit leichtem Gebrauch von Synonymen gemacht werden muss. Da dieses Lied natürlich ihre eigenen Rhythmik hat, und sowohl auch da ich es zum Singen vorbereiten wollte, fand ich diese Methode etwas inadäquat. Deswegen habe ich lieber versucht, die emotionale Tiefe des Liedes, mindestens wie ich sie verstanden habe, klar auszudrücken, ohne die allgemeine künstleriche Aussage zu ändern; und ich hoffe, das hat sich bei der Übersetzung auch deutlich gezeigt. Weil die Poesie des Englischen in der Übersetzung, wie bei jeder Übersetzung, etwas verloren geht, habe ich auch, wenn zutreffend, einige kleinen rhetorischen Strategien miteinbezogen, um dies etwas auszugleichen.

Mit Bezug auf die Künstlerin Conchita Wurst und ihre eigenen Statements über die Geschlechtsidentität wird in dieser Übersetzung so oft wie möglich eine geschlechtsneutrale Sprache gebraucht. Während dieser Anmerkungen werde ich aber die Ich-Erzählerin des Songs, hier auch einfach die Sängerin genannt, mit weiblichen Pronomen referenzieren. Wer sich für Conchitas Interviews über Geschlechtsidentität und Selbstsein im Allgemeinen interessiert, kann mir eine PN schicken, um verlinkt zu werden.

“Wer dieser Mensch da vor mir ist/Weiß ich selbst noch nicht”
Diese Zeile habe ich mehrmals umformuliert. Weil die deutsche Sprache eine geschlechtsspezifische Sprache ist, wie ihr schon wisst, merkt man, dass auch der Begriff “Mensch,” im Sinne von “Human,” eine männliche Deklination erfordert, währenddessen “Person” eine weibliche nimmt. “Wesen” und “Individuum” fand ich keineswegs besser als einfach “Wer vor mir steht” oder “Wer da vor mir ist” zu sagen; die letzten zwei Optionen fand ich zu kurz zu nutzen.

“Ersteh auf wie ein Phönix/Komm aus der Asche heraus”
Am Anfang des Refrains wird statt des Indikativ die Befehlsform benutzt. Erst versuchte ich es mit dem Indikativ wie folgendes: “Ich werde auferstehen wie ein Phönix”; aber mir wurde klar, dass diese zehnsiblige Zeile dann nicht gut zu ihrem zugeteilten Platz passen würde. Der Befehlsform wählte ich im Endeffekt, umso dass die Sängerin zur gleichen Zeit scheint, den Mut in sich selbst sowohl auch in ihren Zuhörer zu erwecken, davon abhängig wie man die Zeile selbst versteht.

“Lieber nach Gerechtigkeit verlangend/Als nach Rache”
“Ich suche lieber nach Gerechtigkeit/Als nach Rache” kam gleich an zweiter Stelle, was genau so wie bei “Seeking rather than vengeance/Retribution” und der obigen Übersetzungszeile Enjambement enthält. Hier geht es aber hauptsächlich um die Wortwahl. Im Original steht “Retribution,” wofür “Punishment,” bzw. Strafe, ein Synonym sein kann, in Kontrast zu “Vengeance.” Als englische Muttersprachlerin verstehe ich “Retribution” wie folgendes: “something administered or exacted in recompense” (The Mirriam-Webster Dictionary, 2004 ed., ISBN 978-0-87779-930-6). In diesem Sinne halte ich “Retribution” sogar auch “Recompense” für neutrale Begriffe, währenddessen bei “Vengeance,” bzw. Rache, eine etwas negative Implikation rüberkommt. (Der letzte Satz hindeutet auf die Konnotationen dieser Lexeme, die wegen ihrer Gebrauchskontexte im Lied auftauchen. Ich will nicht damit sagen, dass Wörter eine inhärente Bedeutung haben.) “Gerechtigkeit” fand ich eher neutraler als “Strafe”; auch scheint dieses Wort meiner Meinung nach mit ähnlichen starken Gefühle wie beim Englischen “Retribution” erfüllt zu sein. Den Begriff “Vergeltung,” wie mir die Korrektoren vorschlugen, hatte ich übrigens nicht gekannt, als ich den Text erst übersetzte; auch nach Gebrauch von mehreren Wörterbücher wurde mir der Unterschied zwischen “Vergeltung” und “Rache” nicht klar. Ich stehe sowohl aufgrund dessen bei “Gerechtigkeit” als auch aufgrund der oben erwähnten “Neutralität” des Wortes.

Tue, als tätest du dich keinen Zwang an
Den Ausdruck “Sich keinen Zwang antun,” wenn auch etwas lang, fand ich mehr poetisch als Varianten des Satzes “Tue, als wärest du frei,” um die Zurückgehaltenheit, bzw. die Verdrängung des Akkusativobjektes darzustellen, egal ob dieses Akkusitivobjekt die Sängerin selbst oder die Zuhörer sein soll [Seh die Notiz zur Befehlsform unter “Ersteh auf wie ein Phönix/Komm aus der Asche heraus].

Wie ihr seht, nehme ich meine Übersetzungsarbeit sehr ernst. Wenn es noch Fragen zu der Übersetzung gibt, könnt ihr sie einfach unten in den Kommentaren stellen.

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Articles:

http://science.nationalgeographic.com/science/health-and-human-body/human-body/fat-costs/

http://www.newyorker.com/arts/critics/books/2009/07/20/090720crbo_books_kolbert

http://frac.org/initiatives/hunger-and-obesity/obesity-in-the-us/

Experts:

Dr. Kelly D. Brownell at Yale Rudd Center http://www.yaleruddcenter.org/who_we_are.aspx?id=329

Mari Gallagher on Food Deserts  http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=iEWriN6kh3c

NCCDPHP via CDC on Food Deserts http://www.cdc.gov/features/fooddeserts/

USDA on Food Deserts http://americannutritionassociation.org/newsletter/usda-defines-food-deserts

Documentaries:

HBO: The Weight of the Nation

http://www.youtube.com/watch?v=-pEkCbqN4uo

http://www.youtube.com/watch?v=hLv0Vsegmoo

http://www.youtube.com/watch?v=T24B6T-hp0E

http://www.youtube.com/watch?v=BmcZRgWBdwQ

http://www.youtube.com/watch?v=4Ow1uiWcn4c

http://www.youtube.com/watch?v=7MJnm5X9NN0

UCTVPrime Playlist – The Skinny on Obesity, 7 part series

http://www.youtube.com/watch?v=h0zD1gj0pXk&list=PL39F782316B425249

Binge Eating Disorder:

http://casapalmera.com/binge-eating-disorders-and-obesity/

http://www.nimh.nih.gov/health/publications/eating-disorders/complete-index.shtml

http://win.niddk.nih.gov/publications/PDFs/bingedis10.04.pdf

Web:

http://www.obesity.org/

Income Inequality:

http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/subjects/i/income/income_inequality/index.html?8qa

http://www.welt.de/wirtschaft/article13682635/In-USA-herrscht-ein-dramatisches-Wohlstandsgefaelle.html

Violence & Socioeconomic Status:

http://www.apa.org/pi/ses/resources/publications/factsheet-violence.aspx

We’ve been discussing stereotypes and prejudice over the past few weeks. We asked ourselves why Americans might think a German is being rude and what kinds of stereotypes Germans have against Americans. Today we’ll continue by focusing upon the latter, specifically by informing ourselves about the obesity epidemic in America.

Why, you ask?

Because although reportedly two-thirds of the adult population in America is overweight, it are preconceived notions such as Americans are fat because they are lazy or because they eat McDonalds every day that both support American stereotypes and create stigma towards obese persons. The obesity epidemic in America, however, is a fairly complex situation. By making more information on the subject available to non-American audiences, we can help to reduce the spread of American stereotypes worldwide.   

The aim of this video is to provide a comprehensive, yet concise overview of the contributing factors to the obesity epidemic in the US. Due to the complexity of the subject matter and taking into account the intended audience (non-American, German-speakers), this Video does not explore the role that public schools, the fast food and farming industries, American food politics and other societal/economic factors play in the obesity epidemic.

So why are Americans so fat?

To quote Kelly D. Brownell, Phd., expert on obesity and Director of the Rudd Center for Food Policy & Obesity, “Bad food is cheap, heavily promoted, and engineered to taste good. Healthy food is hard to get, not promoted, and expensive.”

Bad food is cheap. Healthy food is hard to get?

One first has to come to terms with the idea that in America, the land of opportunity, food could be difficult to come by.

In America there’s what’s known as “Food Deserts” (“Esswüsten” in German).

“Food deserts,” according to information provided by the Centers for Disease Control and Prevention website, “are areas that lack access to affordable fruits, vegetables, whole grains, lowfat milk, and other foods that make up the full range of a healthy diet.” -Centers for Disease Control and Prevention Website

Americans living in food deserts can still buy food; however, the food availably is high in calories and low in nutritional value, particularly prepackaged and fast food. In such areas the likelihood of becoming overweight or obese is elevated.

It is also important to not forget two important things when it comes to prepackaged and fast food: you get the most for your buck. Portion sizes have increased over time and people have incentive to buy such inexpensive, high-cal, nutrient-poor foods as chips and soda. Healthy food, fresh meat, and organic products can be quite expensive.

It’s no surprise that the prevalence of obesity is much higher in low-income households than  high-income ones. Remember, wealth gap in the US can be quite extreme, a topic that I cannot go into in this video for sake of time.

You may ask why Americans who cannot easily access healthy food due to food deserts or socioeconomic status simply don’t exercise more to prevent themselves from gaining weight. The thing is: not all areas are safe for children to simply go outside and play. With crime rates quite high in the US, the vandalized park down the street may not be a family-friendly place to take a walk, and gym isn’t always mandatory on school rosters.

There has also been a fight against the American glorification of thinness and it is encouraged that people always feel comfortable with their appearance. For more than 40 years there has also been a Fat Acceptance Movement, a movement that occasionally found controversial, the aim of which is to reduce the stereotypes and stigma surrounding obesity.

It should also not be forgotten that Bing Eating Disorder (BED) is the most prevalent eating disorder in the US, and the two-thirds of sufferers are obese, while not all obese persons suffer from the disorder. In addition, some obese individuals may suffer from an underlying condition that affects weight.

More detailed information is available here:

https://mywordsarelikespears.wordpress.com/2013/04/04/literature-and-film-on-obesity-in-america/.

If you have a serious question about prejudice or stereotypes, be courageous and ask. I will gladly concern myself with controversial topics, act as mitigator, and lead an open, academically-minded discussion on the topic.

Quotation Sources:

Newman, Cathy. “Why Are We So Fat?” Republished from the pages of National Geogaphic magazine to science.nationalgeographic.com/science/ under the subheading ‘Health and Human Body’. http://science.nationalgeographic.com/science/health-and-human-body/human-body/fat-costs/

National Center for Chronic Disease Prevention and Health Promotion (NCCDPHP). “A Look Inside Food Deserts.” Centers for Disease Control and Prevention Website www.cdc.gov under CDC Features. http://www.cdc.gov/features/fooddeserts/